Der Ambulante Hospizdienst hat die Begleitung einer palliativen Patientin im Klinikum angenommen. Frau K. ist eine schwerstkranke Dame, die permanent auf die Gabe von Sauerstoff angewiesen ist. Durch die zunehmende Immobilität ist sie mittlerweile sehr eingeschränkt, welches aber ihre lebensfrohe, lustige, offene und herzliche Art nicht beeinträchtigt.
In der vertraulichen, sehr persönlichen Biographiearbeit mit ihr berichtete sie, dass sie über 15 Jahre in Afrika in Ghana gelebt hat und dieses Land und die Menschen dort einfach sehr lieben würde. Sie hätte sich dort so wohl gefühlt, wie nie in ihrem Leben.
Als sie darüber berichtete, leuchteten ihre Augen und es zogen in ihren Gedanken viele schöne Momente vorbei, die sie erleben durfte.
Dies war genau der Moment, in dem wir den letzten Wunsch erkannt haben. Wir würden einen Afrikanischen Motto Abend für sie und ihre Lieben organisieren.
Da sie aufgrund ihres Zustandes das Krankenhaus nicht verlassen konnte, versuchten wir, den Wunsch vor Ort im Klinikum zu realisieren.
Wir organisierten dort einen passenden Raum, ausreichend Tische, Stühle, Musik, und mussten uns mit vielen Zuständigkeiten vor Ort absprechen. Suchten und kauften die passende Deko sowie Requisiten für einen gelungen afrikanischen Abend. Bastelten Tischkarten und eine sog. Warme Dusche für Frau K.
Eine warme Dusche bedeutet, dass jeder Anwesende an dem Abend einen liebevollen Satz für Frau K. auf – in diesem Fall auf ein ausgeschnittenes Palmenblatt schreibt – welches an einen vorbereiteten Ast gehängt wurde. Diese schönen Botschaften konnte Frau K. sich zu einem späteren Zeitpunkt ganz in Ruhe durchlesen.
Wir fanden ein fantastisches afrikanisches Restaurant mit ghanaischen Spezialitäten und der Besitzer, der ebenfalls aus Ghana kommt, hat persönlich das drei Gänge Menü für 15 Personen geliefert.
Die vielen Vorbereitungen wurden gemeinsam von Ehrenamt und Hauptamt getragen und auch Mitarbeitende des Klinikums haben gerne unterstützt. Daraus wurde ein sehr schöner, individueller, herzlicher Abend mit Familie und Freunden, die als sie den Raum betrat, sagte: „so etwas Schönes hat noch nie Jemand für mich gemacht!“








